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16/09 2008
Bezzola nimmt Kurs auf London 2012
Ein Bericht vom Bieler Tagblatt
Die Enttäuschung über das Abschneiden in Peking hat sich bei Manuela Bezzola gelegt. Zusammen mit ihren Trainern Niko Kricka und Filippo Larizza schmiedet die Studenerin bereits die nächsten Olympia-Pläne.
Francisco Rodríguez
Vier Wochen sind seit ihrem früh geplatzten Olympia-Medaillentraum inzwischen vergangen. «Klar muss ich manchmal noch an diesen Moment zurückdenken», erzählt Manuela Bezzola. «Ich war noch nie so gut in Form, wie in Peking. Im Kopf war ich dagegen nicht bereit.» Zusammen mit Taekwondo-Nationaltrainer und Vereinskollege Niko Kricka habe sie ihren Auftritt analysiert und wichtige Erkenntnisse für den weiteren Verlauf ihrer Sportlerkarriere gezogen.
«Manuela hat jeweils Mühe, in den Wettkampf zu kommen», erklärt Kricka. «Sie braucht dazu immer den ersten Kampf. Da sie in den anderen Turnieren normalerweise auf deutlich schwächere Konkurrentinnen trifft, übersteht sie trotzdem die erste Runde.» In Peking, wo das Niveau höher gewesen sei, bedeuteten aber ihre Startprobleme gegen die US-Amerikanerin Charlotte Craig das sofortige Aus. «Die mentale Komponente entscheidet an der Weltspitze um Sieg oder Niederlage», ist sich Bezzola bewusst. «Denn technisch sind alle auf dem selben Niveau.»
«Ein riesiges Potenzial»
Die 19-jährige Studenerin und ihre Taekwondo-Kollegen besuchen zweimal pro Woche Filippo Larizza, der in seinem Trainingszentrum in Schüpfen Hobby- und Spitzensportler coacht. «Im mentalen Bereich kann man enorm viel herausholen», betont Larizza. «Manuela besitzt ein riesiges Potenzial. Die Niederlage in Peking ist zwar schmerzhaft, aber auch eine Chance für die Weiterentwicklung der Persönlichkeit.»
Bezzola schätzt die umfassende Betreuung und als Teil davon das Mentaltraining. «Auf eine spielerische Art werden Denkprozesse angeregt.» In einer Übung müssten zum Beispiel 30 Nägel aufeinandergestellt werden. «Wenn man beharrlich dran bleibt, funktioniert es auch», sagt Bezzola. «Es gibt immer einen Weg, um zum Ziel zu gelangen, genau wie im Kampf.»
Eine Medaille in London
Selbsterkenntnis und zielbezogenes Denken sei eine Voraussetzung, um Erfolg zu haben. «In Peking hat es nicht gereicht, jetzt will ich 2012 meine Olympia-Medaille holen», legt Bezzola ihr grosses Ziel fest. Begleitet wird sie auf dem Weg nach London auch von Filippo Larizza. «Die Zusamenarbeit mit dem Taekwondo-Team macht mir Spass.»
INFOKASTEN:
Taekwondo-Team bei Filippo Larizza
• Filippo Larizza unterstützt die Bieler Taekwondokämpfer in seiner Traingsberatung «Filippotraining.ch» in Schüpfen mit Mental-, Konditions- und Krafttraining sowie in Ernährungsfragen.
• Manuela Bezzola besucht mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Kim Taekwondo Schule Biel, Nina Kläy, Markus Jiskra und Quentin Van Beek, Filippotraining.ch.
• Filippo Larizza trainiert zudem unter anderem die beiden Leistungssportler Christian Stucki (Schwingen) und Janine Droz (Mountainbike).
Stucki der Dominator auf dem Weissenstein
Ein Bericht von SF1 http://www.sf.tv/sfsport/artikel.php?catid=sportmehrsportartikel&docid=20080720-brz022
Ein Video über Manuela Bezzola
www.bluewin.ch/de/index.php/501,17799/
Videos
Interview mit Filippo Larizza im Loly
Manuela Bezzola: Beitrag Peking auf Tele Bärn
Berichte
Mein erster Ironman ein Bericht von Chris Von Allmen